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Im Jubiläumsjahr durfte der TTCM die
westdeutschen Meisterschaften der Jugend ausrichten. Glich vier
TTCM Teilnehmer hatten sich hierfür qualifiziert. Schön wäre
es, wenn zwei die Hauptrunde erreichen würden und wir auch noch
mit einem Teilnehmer am Sonntag vertreten wären.
Felix Baumeister:
Felix hatte eine starke Gruppe erwischt - zumindest war er
in Gruppe 1 beim Topgesetzten Walther gelandet. Also hieß es
die anderen beiden Gegner schlagen, da es gegen Walther wohl
nicht reichen würde. Im ersten Spiel gegen Bahr begann Felix
gut, verlor dann aber den Faden und den ersten Satz. Auch er
dritte Satz ging verloren, danach drehte Felix aber auf und
gewann die Sätze vier und fünf deutlich. Auch im zweiten Spiel
gegen Kuckertz ging der erste Satz verloren. Hier benötigte
Felix aber nur vier Sätze, um das Spiel umzubiegen. Damit war
er schon für die Hauptrunde qualifiziert und konnte das letzte
Spiel gegen Walther locker angehen. Der spätere westdeutsche
Meister erwies sich aber als zu stark und so verlor Felix
deutlich 0:3.
Hauptrundenlos war dann der bekannte Balasz Hutter, was Felix
mit einem "Jede Meisterschaft dasselbe" kommentierte. Stimmt,
die beiden haben sich schon einige Duelle geliefert, in denen
Felix meistens knapp 3:2 die Oberhand behielt. Und diesmal?
Wieder begann es gut. Felix gewann den ersten Satz 11:6 und
führte in Satz 2 8:5, doch dieser ging 8:11 verloren. Doch im
3.Satz lief es wieder - 9:6 Felix - aber wieder riss der Faden
9:11. Davon erholte sich Felix nicht mehr und verlor den 4.
Satz 7:11. Schade, hier wäre mehr drin gewesen, aber Balasz ist
wirklich ein guter Spieler und war auch irgendwie mal dran, ein
Spiel gegen Felix zu gewinnen.
Maren Nagel:
Unsere älteste Teilnehmerin war Maren Nagel, die sich
erfreulicherweise für ihr letztes großes Nachwuchsturnier
qualifiziert hatte. Sie hatte mir der Gesetzen Lisa Li und
Chiara Pigerl eine schwere Gruppe gezogen. Doch zuerst ging es
gegen Stefanie Koß. Hier spielte Maren, nach verlorenem ersten
Satz, souverän und gewann recht deutlich 3:1. Danach ging es
gegen Li. In den ersten beiden Sätzen hielt Maren gegen die
Regionalligaspielerin gut mit. Nur im 3. Satz war der
Klassenunterschied deutlich sichtbar. Also ging es im letzen
Spiel ums Weiterkommen gegen Pigerl, die für Maren sicherlich
eine unangenehme Spielweise hat. Die ersten beiden Sätze gingen
dann auch 8:11 verloren. Den dritten Satz sicherte sich Maren
mit 11:9. Sollte doch noch die Überraschung gelingen? Pigerl
erwies sich dann aber als sicherer und gewann den 4. Satz mit
11:8. Damit wurde Maren gute Gruppendritte, was sicherlich
zufriedenstellend ist.
Heindrikje Haas:
Von der ältesten zur jüngsten unserer Teilnehmerinnen - und
auch zur jüngsten Teilnehmerin des gesamten Feldes. Auch hier
erwarteten wir - wie bei Maren - ein Endspiel im letzten Spiel
um den zweiten Gruppenplatz. Gegen Stefanie Hoffmann im ersten
Spiel würde wohl nichts gehen. Das bestätigte sich nicht ganz,
war Heindrikje in den ersten drei Sätzen doch gleichwertig und
musste nur im 4. Satz Hoffman deutlich den Vortritt lassen. Im
zweiten Einzel gegen die nachgerückte Anke Holla zeigte
Heindrikje eine sehr souveräne Leistung und gewann 3:0. Damit
war man gut gerüstet für das "Ko-Spiel" gegen die unangenehme
Lodes. Heindrikje begann stark und dominierte ihre Gegnerin
deutlich - 2:0. Nach unglücklich und knapp verlorenem 3. Satz
(10:12) riss aber der Faden. Lodes machte keine Fehler mehr und
Heindrikje mühte sich, aber fand nicht mehr in das starke Spiel
der ersten beiden Sätze. So gab es eine knappe 2:3 Niederlage
und das unglückliche Aus in der Vorrundengruppe. Schade.
Sina Tiemann:
Die besten Chancen rechneten wir Sina Tiemann aus und dies
sollte sich auch bestätigen. Im ersten Spiel gegen Willecke
gewann Sina, nach einem kurzen Wackler in Satz zwei - klar 3:0.
Im zweiten Spiel gegen Dauti tat sich Sina dann erheblich
schwerer. Es lief nicht nach ihrem Geschmack. Die Sätze 1 und 3
wurden zwar klar gewonnen, die Sätze 2 und 4 aber verloren. Der
5. Satz ging dann aber wieder deutlich an Sina (11:4). Damit
hatte Sina die Hauptrunde erreicht. Im letzten Spiel gegen
Liedmeier hieß es nun eventuell die Überraschung zu schaffen.
Und Sina begann ganz stark und gewann den ersten Satz. Danach
war aber nicht mehr viel zu holen und Liedmeier wurde ihrer
Favoritenrolle gerecht.
In der Hauptrunde ging es dann gegen Pia Dorißen - unangenehm.
aber vor 1 Jahr wurde sie im Viertelfinale der westdeutschen
Meisterschaften 3:1 bezwungen. Im ersten Satz lief noch nicht
viel. Das war aber eine Parallele zum Januar. Und es ging wie
im Januar gut weiter. 11:6 für Sina. Nun hörten die Parallelen
aber leider auf. Sina konnte ihr Spiel nicht mehr durchsetzen
und Dorißen war auch unheimlich sicher. 1:3 und das Aus in der
Hauptrunde.
Felix Baumeister/Alexander Pielsticker (SV
Brackwede)
In der ersten Runde überraschte das zusammengewürfelte
Doppel und gewann gegen die Düsseldorfer Kombination
Billerbeck/Hutter 11:9 im 5. Satz. Im Achtelfinale waren dann
die Gesetzten Petiwok/Rups die Gegner. Nach knappem ersten Satz
(11:13) setzten sich diese souverän durch.
Sina Tiemann/Heindrikje Haas:
Unser Bronzedoppel aus dem letzten Schülerinnenjahr
erwischte eine schwere, aber durchaus gute Auslosung. Im ersten
Spiel gegen Willecke/Michajlova gab es dann auch einen
ungefährdeten 3:1 Sieg. Nun ging es gegen die Gesetzten und
langjährige Konkurrentinnen Vollmert/Pigerl. Gegen diese
Kombination hatte man im letzten Jahr die Medaille gewonnen. Es
war also einiges drin. Das Problem war aber, dass Chiara Pigerl
Aufschläge machte, auf die sowohl Sina wie auch Heindrikje kein
Rezept fanden, SO spielte man immer 1:5 oder 0:6 im Satz gegen
den Aufschlag Pigerl. Wenn man dann sieht, dass die Sätze -7,
-9, -9 verloren wurden, zeigt das, dass man im offenen Spiel
eigentlich stärker war. Schade, aber das kann halt mal
passieren.
Maren Nagel/Saskia Bartsch (TTV Lübbecke)
Und noch ein Bronzedoppel aus vergangenen Jahren. Und daran
schienen sich auch die Herren vom WTTV zu erinnern, setzten sie
diese Kombination doch etwa süberraschend. Das Achtelfinale
wurde dann auch prompt nach 0:2 Rückstand noch 3:2 gegen
Dorußen/Baumheier gewonnen. So stand man schon im
Viertelfinale. Hier wartete allerdings mit den an 2 gesetzten
Jongen/Holla eine Topkombination. Doch das Publikum rieb sich
verwundert die Augen, als Saskia und Maren den ersten Satz
deutlich gewannen (11:3). Von dem Schock erholten sich Jongen/Holla
aber schnell und gewannen die folgenden Sätze deutlich.
Fazit:
Organisatorisch sind wir vollends zufrieden. Dennoch bringt
eine Ausrichtung zuhause vielleicht doch etwas mehr Unruhe in
die Akteure, als wir das vorher erwartet hatten - auch für die
beteiligten Betreuer.
Sportlich sind wir nicht unzufrieden. Für Maren war es schön,
dass sie noch einmal an so einer großen Meisterschaft in ihrem
letzten Jahr teilnehmen konnte. Heindrikje hat noch zwei
weitere Schülerinnenjahre und noch vier Mädchenjahre, wo sich
die hier gesammelten Erfahrungen auszahlen werden. Auch Felix
und Sina haben noch zwei weitere Jahre, in denen sich das Blatt
auch wieder wenden kann. Nach der letzten tollen Meisterschaft
darf man sicherlich auch ein klein wenig enttäuscht sein, aber
so ist der Sport. Dass sich diesmal nicht alle Träume erfüllt
haben, ist klar, dennoch sind die Minimalziele erreicht worden.
Damit muss man dann eben auch mal zufrieden sein.
Brocki
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