WTTV  Meisterschaften Jugend      
 
 
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17./18.12.11

Im Jubiläumsjahr durfte der TTCM die westdeutschen Meisterschaften der Jugend ausrichten. Glich vier TTCM Teilnehmer hatten sich hierfür qualifiziert. Schön wäre es, wenn zwei die Hauptrunde erreichen würden und wir auch noch mit einem Teilnehmer am Sonntag vertreten wären.

Felix Baumeister:
Felix hatte eine starke Gruppe erwischt - zumindest war er in Gruppe 1 beim Topgesetzten Walther gelandet. Also hieß es die anderen beiden Gegner schlagen, da es gegen Walther wohl nicht reichen würde. Im ersten Spiel gegen Bahr begann Felix gut, verlor dann aber den Faden und den ersten Satz. Auch er dritte Satz ging verloren, danach drehte Felix aber auf und gewann die Sätze vier und fünf deutlich. Auch im zweiten Spiel gegen Kuckertz ging der erste Satz verloren. Hier benötigte Felix aber nur vier Sätze, um das Spiel umzubiegen. Damit war er schon für die Hauptrunde qualifiziert und konnte das letzte Spiel gegen Walther locker angehen. Der spätere westdeutsche Meister erwies sich aber als zu stark und so verlor Felix deutlich 0:3.
Hauptrundenlos war dann der bekannte Balasz Hutter, was Felix mit einem "Jede Meisterschaft dasselbe" kommentierte. Stimmt, die beiden haben sich schon einige Duelle geliefert, in denen Felix meistens knapp 3:2 die Oberhand behielt. Und diesmal? Wieder begann es gut. Felix gewann den ersten Satz 11:6 und führte in Satz 2 8:5, doch dieser ging 8:11 verloren. Doch im 3.Satz lief es wieder - 9:6 Felix - aber wieder riss der Faden 9:11. Davon erholte sich Felix nicht mehr und verlor den 4. Satz 7:11. Schade, hier wäre mehr drin gewesen, aber Balasz ist wirklich ein guter Spieler und war auch irgendwie mal dran, ein Spiel gegen Felix zu gewinnen.

Maren Nagel:
Unsere älteste Teilnehmerin war Maren Nagel, die sich erfreulicherweise für ihr letztes großes Nachwuchsturnier qualifiziert hatte. Sie hatte mir der Gesetzen Lisa Li und Chiara Pigerl eine schwere Gruppe gezogen. Doch zuerst ging es gegen Stefanie Koß. Hier spielte Maren, nach verlorenem ersten Satz, souverän und gewann recht deutlich 3:1. Danach ging es gegen Li. In den ersten beiden Sätzen hielt Maren gegen die Regionalligaspielerin gut mit. Nur im 3. Satz war der Klassenunterschied deutlich sichtbar. Also ging es im letzen Spiel ums Weiterkommen gegen Pigerl, die für Maren sicherlich eine unangenehme Spielweise hat. Die ersten beiden Sätze gingen dann auch 8:11 verloren. Den dritten Satz sicherte sich Maren mit 11:9. Sollte doch noch die Überraschung gelingen? Pigerl erwies sich dann aber als sicherer und gewann den 4. Satz mit 11:8. Damit wurde Maren gute Gruppendritte, was sicherlich zufriedenstellend ist.

Heindrikje Haas:
Von der ältesten zur jüngsten unserer Teilnehmerinnen - und auch zur jüngsten Teilnehmerin des gesamten Feldes. Auch hier erwarteten wir - wie bei Maren - ein Endspiel im letzten Spiel um den zweiten Gruppenplatz. Gegen Stefanie Hoffmann im ersten Spiel würde wohl nichts gehen. Das bestätigte sich nicht ganz, war Heindrikje in den ersten drei Sätzen doch gleichwertig und musste nur im 4. Satz Hoffman deutlich den Vortritt lassen. Im zweiten Einzel gegen die nachgerückte Anke Holla zeigte Heindrikje eine sehr souveräne Leistung und gewann 3:0. Damit war man gut gerüstet für das "Ko-Spiel" gegen die unangenehme Lodes. Heindrikje begann stark und dominierte ihre Gegnerin deutlich - 2:0. Nach unglücklich und knapp verlorenem 3. Satz (10:12) riss aber der Faden. Lodes machte keine Fehler mehr und Heindrikje mühte sich, aber fand nicht mehr in das starke Spiel der ersten beiden Sätze. So gab es eine knappe 2:3 Niederlage und das unglückliche Aus in der Vorrundengruppe. Schade.

Sina Tiemann:
Die besten Chancen rechneten wir Sina Tiemann aus und dies sollte sich auch bestätigen. Im ersten Spiel gegen Willecke gewann Sina, nach einem kurzen Wackler in Satz zwei - klar 3:0. Im zweiten Spiel gegen Dauti tat sich Sina dann erheblich schwerer. Es lief nicht nach ihrem Geschmack. Die Sätze 1 und 3 wurden zwar klar gewonnen, die Sätze 2 und 4 aber verloren. Der 5. Satz ging dann aber wieder deutlich an Sina (11:4). Damit hatte Sina die Hauptrunde erreicht. Im letzten Spiel gegen Liedmeier hieß es nun eventuell die Überraschung zu schaffen. Und Sina begann ganz stark und gewann den ersten Satz. Danach war aber nicht mehr viel zu holen und Liedmeier wurde ihrer Favoritenrolle gerecht.
In der Hauptrunde ging es dann gegen Pia Dorißen - unangenehm. aber vor 1 Jahr wurde sie im Viertelfinale der westdeutschen Meisterschaften 3:1 bezwungen. Im ersten Satz lief noch nicht viel. Das war aber eine Parallele zum Januar. Und es ging wie im Januar gut weiter. 11:6 für Sina. Nun hörten die Parallelen aber leider auf. Sina konnte ihr Spiel nicht mehr durchsetzen und Dorißen war auch unheimlich sicher. 1:3 und das Aus in der Hauptrunde.

Felix Baumeister/Alexander Pielsticker (SV Brackwede)
In der ersten Runde überraschte das zusammengewürfelte Doppel und gewann gegen die Düsseldorfer Kombination Billerbeck/Hutter 11:9 im 5. Satz. Im Achtelfinale waren dann die Gesetzten Petiwok/Rups die Gegner. Nach knappem ersten Satz (11:13) setzten sich diese souverän durch.

Sina Tiemann/Heindrikje Haas:
Unser Bronzedoppel aus dem letzten Schülerinnenjahr erwischte eine schwere, aber durchaus gute Auslosung. Im ersten Spiel gegen Willecke/Michajlova gab es dann auch einen ungefährdeten 3:1 Sieg. Nun ging es gegen die Gesetzten und langjährige Konkurrentinnen Vollmert/Pigerl. Gegen diese Kombination hatte man im letzten Jahr die Medaille gewonnen. Es war also einiges drin. Das Problem war aber, dass Chiara Pigerl Aufschläge machte, auf die sowohl Sina wie auch Heindrikje kein Rezept fanden, SO spielte man immer 1:5 oder 0:6 im Satz gegen den Aufschlag Pigerl. Wenn man dann sieht, dass die Sätze -7, -9, -9 verloren wurden, zeigt das, dass man im offenen Spiel eigentlich stärker war. Schade, aber das kann halt mal passieren.

Maren Nagel/Saskia Bartsch (TTV Lübbecke)
Und noch ein Bronzedoppel aus vergangenen Jahren. Und daran schienen sich auch die Herren vom WTTV zu erinnern, setzten sie diese Kombination doch etwa süberraschend. Das Achtelfinale wurde dann auch prompt nach 0:2 Rückstand noch 3:2 gegen Dorußen/Baumheier gewonnen. So stand man schon im Viertelfinale. Hier wartete allerdings mit den an 2 gesetzten Jongen/Holla eine Topkombination. Doch das Publikum rieb sich verwundert die Augen, als Saskia und Maren den ersten Satz deutlich gewannen (11:3). Von dem Schock erholten sich Jongen/Holla aber schnell und gewannen die folgenden Sätze deutlich.

Fazit:
Organisatorisch sind wir vollends zufrieden. Dennoch bringt eine Ausrichtung zuhause vielleicht doch etwas mehr Unruhe in die Akteure, als wir das vorher erwartet hatten - auch für die beteiligten Betreuer.
Sportlich sind wir nicht unzufrieden. Für Maren war es schön, dass sie noch einmal an so einer großen Meisterschaft in ihrem letzten Jahr teilnehmen konnte. Heindrikje hat noch zwei weitere Schülerinnenjahre und noch vier Mädchenjahre, wo sich die hier gesammelten Erfahrungen auszahlen werden. Auch Felix und Sina haben noch zwei weitere Jahre, in denen sich das Blatt auch wieder wenden kann. Nach der letzten tollen Meisterschaft darf man sicherlich auch ein klein wenig enttäuscht sein, aber so ist der Sport. Dass sich diesmal nicht alle Träume erfüllt haben, ist klar, dennoch sind die Minimalziele erreicht worden. Damit muss man dann eben auch mal zufrieden sein.

Brocki    

 
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